Arbeitsgruppe
Erforschung und Erhaltung von Kulturgütern

Die Gründung der Arbeitsgruppe erfolgte mit dem Ziel der Erforschung und Erhaltung von Kulturgütern. So vielfältig wie unser kulturelles Erbe sind auch die wissenschaftlichen Disziplinen, die sich damit befassen.

 

Seit den Anfängen der Erforschung, Bewahrung und Konservierung/Restaurierung unseres Kunst- und Kulturgutes wird der Chemie eine bedeutende Rolle bei der Dokumentation, der Erforschung antiker Herstellungsmethoden von Materialien sowie der Kunsttechnologie, dem Verständnis von Abbauprozesse bzw. dem gegenwärtigen Stand der Kunst, aber auch bei der Entwicklung und Evaluierung neuer Materialien und Methoden zur Intervention an beweglichen und unbeweglichen Kunstwerken zugeschrieben.

 

Der stetige Fortschritt in den chemischen Wissenschaften, insbesondere in der analytischen und organischen Chemie sowie der Umweltchemie, aber auch in den Bereichen der Elektronik und Informatik hat in den letzten Jahrzehnten innovative Instrumente und Methoden von sehr hoher Genauigkeit hervorgebracht, die neue Perspektiven in der Analytik und Diagnostik zum Schutz von Kunst- und Kulturgütern eröffnen. 

Die Arbeitsgruppe ist stark bemüht die Vernetzung der österreichischen Forscher-Community aus den verschiedenen Gebieten der Chemie zu forcieren, um die Dokumentation, das Verständnis und die Wahrung des kulturellen Erbes zu verbessern. 

Als Mitveranstalter von Konferenzen und Vorträgen wird aktuellen Themen, wie dem möglichst langfristigen Schutz von Kulturgütern, kunsttechnologischen und konservierungswissenschaftlichen Untersuchungen, der Thematik zur Beständigkeit von traditionellen und modernen Materialien, dem Einfluss von Umweltschadstoffen oder dem Thema der zerstörungsfreien Methoden zur Dokumentation und Materialanalyse von Kunstwerken eine wichtige Plattform geboten. 

 

Priv.-Doz. DI Dr.
Rita Wiesinger
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